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10 kleine Hunderassen – kleine Hunde, die auch ausgewachsen klein bleiben

Chihuahua, die kleinste Hunderasse der Welt

Wenn man Hundehalter fragt, warum sie sich für einen kleinen Hund entschieden haben, lautet die Antwort nur selten, dass sie vorher ihre Wohnfläche oder das Gewicht des Reisegepäcks ausgerechnet haben.

Die meisten finden kleine Hunde schlicht und einfach süß.

Rassen wie Chihuahua, Pomeranian und Malteser behalten auch im Erwachsenenalter ein Aussehen, das viele Menschen an Welpen erinnert. Es ist kein Zufall, dass kleine Hunde in sozialen Medien, in der Werbung und auf dem Schoß von Prominenten ständig auftauchen. Viele Menschen haben einfach eine Schwäche für Hunde, die problemlos auf den Arm passen.

Dann kommen die praktischen Vorteile hinzu.

Kleine Hunde brauchen zu Hause weniger Platz, lassen sich leichter ins Auto heben und sind auf Reisen oft unkomplizierter mitzunehmen. Für viele passen sie außerdem besser zu einem Alltag in einer Wohnung oder einem kleineren Zuhause.

Allerdings gibt es etwas, das viele Erstbesitzer erst relativ spät feststellen:

Kleine Hunde sind nicht automatisch einfache Hunde.

Ein zwei Kilogramm schwerer Chihuahua kann im Alltag durchaus anspruchsvoller sein als ein 30 Kilogramm schwerer Labrador. Manche kleinen Hunderassen sind ausgesprochen energiegeladen. Andere melden jedes Geräusch vor der Haustür. Viele sind außerdem sehr lernfähig – und lernen unerwünschte Verhaltensweisen genauso schnell wie erwünschte.

Wer sich für einen kleinen Hund interessiert, sollte deshalb deutlich mehr berücksichtigen als nur Größe und Gewicht.

In diesem Ratgeber vergleichen wir zehn beliebte kleine Hunderassen und betrachten unter anderem Größe, Aktivitätsniveau, Fellpflege, Haaren, Wohnungshaltung, das Zusammenleben mit Kindern und die Frage, welche Rassen sich für Hundeanfänger eignen können.

Inhaltsverzeichnis

Was gilt als kleiner Hund?

Es gibt keine allgemein verbindliche Gewichtsgrenze für kleine Hunde. Häufig werden jedoch Hunde mit einem Körpergewicht von weniger als etwa 10 Kilogramm zu den kleinen Hunderassen gezählt.

Zwischen einem Chihuahua mit rund zwei Kilogramm und einem Cavalier King Charles Spaniel mit etwa acht Kilogramm liegen allerdings Welten. Beide gelten als kleine Hunde, unterscheiden sich aber deutlich in Körperbau, Aktivitätsniveau, Fell, Temperament und körperlichen Bedürfnissen.

Begriffe wie Mini-Hund, Minihund oder Teacup-Hund tauchen ebenfalls häufig auf, bezeichnen aber keine einheitliche oder offiziell anerkannte Gruppe von Hunden. Einige sehr kleine Rassen wurden vor allem als Gesellschaftshunde gezüchtet, andere gehören zu den Terriern oder Spitzen und haben einen völlig anderen Ursprung.

Wer nach einer kleinen Hunderasse sucht, möchte außerdem nicht zwangsläufig den kleinsten Hund der Welt. Häufig geht es vielmehr um einen Hund, der sich im Alltag gut handhaben lässt, wenig Platz benötigt und auch ausgewachsen relativ klein bleibt.

Deshalb lohnt es sich, die gesamte Rasse und ihre Eigenschaften zu betrachten – und nicht nur die Zahl auf der Waage.

Kleine Hunderassen im Vergleich

Die folgende Tabelle bietet einen schnellen Überblick über die zehn Hunderassen in diesem Ratgeber. Gewicht und Eigenschaften sind Richtwerte. Zwischen einzelnen Hunden derselben Rasse können deutliche Unterschiede bestehen.

Hunderasse Typisches Gewicht Aktivitätsniveau Haaren Fellpflege Wohnung Für Anfänger
Chihuahua ca. 1,5–3 kg Mittel Gering–mittel Gering–mittel Kann geeignet sein* Kann geeignet sein
Pomeranian ca. 2–3,5 kg Mittel Mittel–stark Mittel Kann geeignet sein* Kann geeignet sein
Yorkshire Terrier bis ca. 3,2 kg Mittel Sehr gering Mittel–hoch Gut geeignet Kann geeignet sein
Toypudel häufig ca. 2–4 kg Mittel–hoch Sehr gering Hoch Gut geeignet Gut geeignet
Papillon ca. 1,5–5 kg Mittel–hoch Gering–mittel Mittel Gut geeignet* Kann geeignet sein
Malteser ca. 3–4 kg Gering–mittel Sehr gering Hoch Gut geeignet Gut geeignet
Havaneser ca. 4–6 kg Mittel Sehr gering Hoch Gut geeignet Gut geeignet
Bichon Frisé ca. 5–8 kg Mittel Sehr gering Hoch Gut geeignet Gut geeignet
Shih Tzu ca. 4,5–8 kg Gering–mittel Gering Hoch Gut geeignet Gut geeignet
Cavalier King Charles Spaniel ca. 5,5–8 kg Mittel Mittel Mittel Gut geeignet Vom Temperament her ja**

* Die Neigung zum Melden und Bellen kann bei der Wahl eines kleinen Hundes für eine Wohnung wichtiger sein als die Körpergröße.

** Beim Cavalier King Charles Spaniel bestehen schwerwiegende dokumentierte Gesundheitsprobleme. In Norwegen ist die reinrassige Zucht verboten. Darauf gehen wir im Rasseporträt näher ein.

10 kleine Hunderassen

1. Chihuahua

Chihuahua, eine besonders kleine Hunderasse

Gewicht: ca. 1,5–3 kg
Aktivitätsniveau: Mittel
Fellpflege: Gering bis mittel
Haaren: Gering bis mittel
Geeignet für: Menschen, die einen sehr kleinen, aufmerksamen und eng an seine Bezugsperson gebundenen Begleithund suchen

Der Chihuahua gilt als kleinste anerkannte Hunderasse der Welt und ist damit ein naheliegender Ausgangspunkt für alle, die einen Hund suchen, der auch ausgewachsen wirklich winzig bleibt. Ein erwachsener Chihuahua wiegt oft nur wenige Kilogramm – über seine Persönlichkeit sagt das allerdings herzlich wenig aus.

Typischerweise sind Chihuahuas aufmerksam, lebhaft und selbstbewusst. Viele bauen eine sehr enge Bindung zu ihrer Bezugsperson auf und beobachten Menschen, andere Hunde und ihre Umgebung ganz genau. Das macht sie zu aufmerksamen Begleithunden, kann aber auch zu häufigem Melden führen, wenn der Hund nicht lernt, mit Geräuschen, Besuch und alltäglicher Aktivität rund um das Zuhause gelassen umzugehen.

Auch ein Chihuahua braucht tägliche Spaziergänge und Beschäftigung. Aufgrund seiner geringen Körpergröße muss man bei wildem Spiel, Stürzen und Begegnungen mit deutlich größeren Hunden jedoch vorsichtiger sein. Das gilt besonders für Welpen und sehr kleine Exemplare.

Die Rasse gibt es sowohl kurzhaarig als auch langhaarig. Kurzhaarige Chihuahuas benötigen vergleichsweise wenig Fellpflege, während die langhaarige Variante regelmäßiger gebürstet werden sollte. Beide Varianten haaren.

Chihuahuas können gut in einer Wohnung leben, da sie wenig Platz benötigen und keine enormen Mengen körperlicher Bewegung brauchen. Die geringe Größe allein macht sie jedoch noch lange nicht zum perfekten Wohnungshund. Ein Chihuahua, der jedes Geräusch im Treppenhaus kommentiert, kann im Mehrfamilienhaus anstrengender sein als ein wesentlich größerer, aber ruhiger Hund.

Am besten geeignet für: Menschen, die einen winzigen Hund mit großer Persönlichkeit suchen und bereit sind, ihn wie einen Hund zu behandeln – und nicht wie ein Accessoire, das ständig herumgetragen wird.

2. Pomeranian

Pomeranian, ein kleiner Spitz mit dichtem Fell

Gewicht: ca. 2–3,5 kg
Aktivitätsniveau: Mittel
Fellpflege: Mittel
Haaren: Mittel bis stark
Geeignet für: Menschen, die einen kleinen, lebhaften und aufmerksamen Spitz suchen

Der Pomeranian, in Deutschland auch als Zwergspitz bekannt, gehört zu den kleinsten Vertretern der Deutschen Spitze. Durch sein üppiges Fell wirkt er deutlich größer, als er tatsächlich ist – darunter steckt häufig ein Hund von gerade einmal wenigen Kilogramm.

Die Rasse ist meist lebhaft, neugierig und ausgesprochen aufmerksam. Viele Pomeranians lernen schnell und haben Freude an Training, Spielen und kleinen Aufgaben. Hinter dem plüschigen Aussehen steckt also deutlich mehr Hund, als man auf den ersten Blick vermuten könnte.

Seine Spitz-Herkunft bedeutet allerdings auch, dass viele Vertreter der Rasse gerne melden. Geräusche im Treppenhaus, Menschen vor dem Fenster oder Besucher können schnell Bellen auslösen. Natürlich ist nicht jeder Pomeranian ausgesprochen laut, doch gerade in einer Wohnung mit direkten Nachbarn lohnt es sich, frühzeitig an Ruhe und kontrolliertem Meldeverhalten zu arbeiten.

Das Fell besteht aus dichter Unterwolle und längerem Deckhaar und muss regelmäßig gebürstet werden. Wer möglichst wenig Hundehaare in der Wohnung haben möchte, findet im Pomeranian ebenfalls nicht unbedingt den idealen Kandidaten – insbesondere während stärkerer Fellwechselperioden.

Dafür ist seine Größe ausgesprochen praktisch. Der Pomeranian braucht wenig Platz, lässt sich leicht transportieren und kann sehr gut in einer Wohnung leben, sofern sein Bedarf an Bewegung und geistiger Beschäftigung erfüllt wird.

Am besten geeignet für: Menschen, die einen sehr kleinen, intelligenten und aufmerksamen Hund suchen und weder regelmäßige Fellpflege noch einen Hund scheuen, der seine Umgebung ziemlich genau im Blick behält.

3. Yorkshire Terrier

Yorkshire Terrier, ein kleiner Terrier mit langem Fell

Gewicht: bis ca. 3,2 kg
Aktivitätsniveau: Mittel
Fellpflege: Mittel bis hoch
Haaren: Sehr gering
Geeignet für: Menschen, die einen sehr kleinen Hund mit ausgeprägtem Terriercharakter suchen

Der Yorkshire Terrier mag wie ein eleganter kleiner Gesellschaftshund aussehen, doch unter dem seidigen Fell steckt die Geschichte eines echten Arbeitsterriers. Seine Vorfahren wurden unter anderem zur Rattenbekämpfung eingesetzt – und bis heute besitzt die Rasse viel von der wachsamen, neugierigen und selbstbewussten Art eines Terriers.

Ein Yorkie ist deshalb keineswegs automatisch ein Hund, der den ganzen Tag zufrieden auf dem Schoß sitzt. Viele sind aktiv, verspielt und ausgesprochen interessiert an ihrer Umgebung. Sie brauchen normale Spaziergänge, Beschäftigung und Erziehung, wobei sich ihr Bewegungsbedarf aufgrund der kleinen Körpergröße für viele Halter relativ unkompliziert erfüllen lässt.

Yorkshire Terrier können sich gut für Wohnungen und kleinere Häuser eignen. Der Terrierinstinkt kann sich allerdings unter anderem durch Meldeverhalten oder Interesse an Kleintieren bemerkbar machen. Wie immer gibt es innerhalb der Rasse deutliche individuelle Unterschiede.

Das charakteristische Fell haart nur sehr wenig. Das bedeutet allerdings nicht, dass es pflegeleicht ist. Langes Fell benötigt regelmäßiges Bürsten und vergleichsweise viel Pflege. Viele Familienhunde werden deshalb kürzer geschnitten, wodurch die Fellpflege deutlich einfacher wird.

Aufgrund der sehr geringen Körpergröße sollte außerdem auf einen vorsichtigen Umgang geachtet werden – insbesondere in Haushalten mit kleinen Kindern oder deutlich größeren Hunden.

Am besten geeignet für: Menschen, die den wachen und selbstbewussten Charakter eines Terriers mögen, aber einen Hund in besonders kleiner und handlicher Größe suchen.

4. Toypudel

Toypudel beim Spielen im Gras

Gewicht: häufig ca. 2–4 kg
Aktivitätsniveau: Mittel bis hoch
Fellpflege: Hoch
Haaren: Sehr gering
Geeignet für: Menschen, die einen kleinen, ausgesprochen lernfreudigen Hund suchen und gerne trainieren

Der Toypudel verbindet eine sehr geringe Körpergröße mit vielen Eigenschaften, die Pudel zu beliebten Trainings- und Familienhunden machen. Er ist nicht einfach nur eine verkleinerte Version eines dekorativen Gesellschaftshundes. Toypudel sind häufig aufmerksam, kooperativ und ausgesprochen lernfähig.

Das macht die Rasse interessant für Menschen, die einen kleinen Hund suchen, mit dem sie tatsächlich etwas unternehmen möchten. Tricks, Nasenarbeit, Gehorsamstraining und andere Formen geistiger Beschäftigung passen häufig hervorragend zum Toypudel. Natürlich braucht er außerdem normale Spaziergänge und körperliche Bewegung, auch wenn er deutlich weniger Platz benötigt als ein großer Gebrauchshund.

Die hohe Lernfähigkeit hat allerdings eine Kehrseite: Ein intelligenter Hund lernt sowohl das gewünschte Verhalten als auch den Unsinn erstaunlich schnell. Der Toypudel braucht deshalb eine konsequente Erziehung und ausreichend geistige Beschäftigung.

In einer Wohnung kann die Rasse sehr gut zurechtkommen, sofern sie genügend Bewegung und Beschäftigung erhält. Entscheidend ist weniger die Wohnfläche als die Frage, ob der Hund ausgelastet ist und gelernt hat, zu Hause zur Ruhe zu kommen.

Das Fell haart sehr wenig, was für viele Menschen ein großer Vorteil ist. Dafür wächst es kontinuierlich und muss regelmäßig gebürstet, geschnitten und gepflegt werden. Wenig Haarverlust bedeutet beim Toypudel also keineswegs wenig Fellpflege.

Am besten geeignet für: Menschen, die einen sehr kleinen Hund mit großem Trainingspotenzial suchen und tatsächlich Spaß daran haben, ihren Hund geistig und körperlich zu beschäftigen.

5. Papillon

Papillon, ein kleiner Hund mit charakteristischen Schmetterlingsohren

Gewicht: ca. 1,5–5 kg
Aktivitätsniveau: Mittel bis hoch
Fellpflege: Mittel
Haaren: Gering bis mittel
Geeignet für: Menschen, die einen kleinen, leichten und sportlichen Begleithund suchen

Der Papillon ist leicht an seinen großen, lang behaarten Ohren zu erkennen, deren Form an Schmetterlingsflügel erinnert. Sein Name stammt entsprechend vom französischen Wort für Schmetterling.

Das elegante Aussehen lässt ihn auf den ersten Blick wie einen typischen Schoßhund wirken. Tatsächlich ist der Papillon häufig ein überraschend aktiver, aufgeweckter und lernfreudiger kleiner Hund. Mit ein paar kurzen Runden um den Häuserblock gibt sich diese Rasse nicht zwangsläufig zufrieden.

Papillons können viel Freude an Obedience, Agility, Tricks und anderen Trainingsformen haben. Ihr geringes Körpergewicht macht sie einfach zu handhaben und zu transportieren, gleichzeitig sind sie häufig deutlich sportlicher, als man es von einem nur wenige Kilogramm schweren Hund erwarten würde.

In einer Wohnung kann ein Papillon gut leben, wenn er ausreichend körperlich und geistig beschäftigt wird. Als aufmerksamer kleiner Hund kann er jedoch auf Geräusche und Aktivitäten rund um das Zuhause mit Melden reagieren. Deshalb lohnt es sich, bereits früh Ruhe und einen entspannten Umgang mit Alltagsgeräuschen zu trainieren.

Das Fell wirkt recht üppig, besitzt aber nicht dieselbe dichte Unterwolle wie das Fell vieler Spitze. Regelmäßiges Bürsten ist dennoch notwendig, insbesondere an den Ohren und an anderen Stellen, an denen sich das längere Fell leichter verfilzen kann.

Bei besonders kleinen Exemplaren sollte außerdem beim Spielen mit kleinen Kindern oder deutlich größeren Hunden auf die Größenunterschiede geachtet werden.

Am besten geeignet für: Menschen, die einen kleinen Hund wegen seiner handlichen Größe möchten – und nicht, weil sie möglichst wenig Bewegung und Beschäftigung wollen.

6. Malteser

Malteser, ein kleiner weißer Begleithund

Gewicht: ca. 3–4 kg
Aktivitätsniveau: Gering bis mittel
Fellpflege: Hoch
Haaren: Sehr gering
Geeignet für: Menschen, die einen kleinen, menschenbezogenen Begleithund suchen

Der Malteser ist eine alte Gesellschaftshunderasse und wurde über sehr lange Zeit darauf gezüchtet, eng mit Menschen zusammenzuleben. Das zeigt sich häufig im Wesen. Viele Malteser sind sozial, anhänglich und stark darauf ausgerichtet, möglichst viel Zeit mit ihren Bezugspersonen zu verbringen.

Die Rasse ist klein genug, um auch in kleineren Wohnungen gut zurechtzukommen, und benötigt keine enormen Mengen körperlicher Bewegung. Das bedeutet allerdings nicht, dass ein Malteser ständig herumgetragen werden sollte. Er braucht tägliche Spaziergänge, Spiel, Erziehung und die Möglichkeit, seine Umgebung wie jeder andere Hund selbstständig zu erkunden.

Für Menschen, die einen kleinen Hund suchen, der nur sehr wenig haart, ist der Malteser besonders interessant. Sein langes, weißes Fell verliert deutlich weniger Haare als das Fell vieler anderer Hunderassen.

Der Preis dafür ist die Fellpflege. Wird das Fell lang getragen, muss es regelmäßig gebürstet werden, damit sich keine Knoten und Verfilzungen bilden. Auch die Haare rund um Augen und Gesicht benötigen häufig zusätzliche Pflege. Viele Familienhunde werden deshalb kürzer geschnitten.

Malteser können sich gut für die Wohnung und auch für Hundeanfänger eignen. Da die Rasse häufig eine sehr enge Bindung zu Menschen entwickelt, sollte das Alleinbleiben jedoch schrittweise und von Anfang an trainiert werden.

Am besten geeignet für: Menschen, die einen kleinen, sozialen Begleithund suchen, möglichst wenig lose Hundehaare möchten und bereit sind, Zeit in die Fellpflege zu investieren.

7. Havaneser

Havaneser, ein kleiner sozialer Familienhund

Gewicht: ca. 4–6 kg
Aktivitätsniveau: Mittel
Fellpflege: Hoch
Haaren: Sehr gering
Geeignet für: Familien und Hundeanfänger, die einen sozialen und anpassungsfähigen kleinen Hund suchen

Der Havaneser, auch Bichon Havanais genannt, ist ein kleiner Begleithund, der eine handliche Größe mit etwas mehr körperlicher Robustheit verbindet als die allerkleinsten Zwergrassen. Für Familien kann das durchaus ein Vorteil sein: Der Hund bleibt klein, ohne zwangsläufig nur zwei oder drei Kilogramm zu wiegen.

Der Havaneser ist meist sozial, neugierig, verspielt und eng mit seiner Familie verbunden. Viele kommen gut mit Kindern und anderen Hunden zurecht, sofern sie vernünftig sozialisiert werden und Kinder lernen, respektvoll mit dem Hund umzugehen.

Der Bewegungsbedarf ist in der Regel moderat. Havaneser brauchen tägliche Spaziergänge, Spiel und geistige Beschäftigung, verlangen aber normalerweise keine extremen Mengen Sport. Diese Mischung macht die Rasse sowohl für Familien als auch für viele Ersthundehalter interessant.

Auch in einer Wohnung kann ein Havaneser gut zurechtkommen. Die Rasse kann melden, wenn jemand kommt, dauerhaftes Bellen gilt jedoch nicht als typisches Rassemerkmal. Wie laut ein Hund tatsächlich wird, hängt natürlich stark von Individuum, Umgebung und Training ab.

Das Fell haart nur sehr wenig, dafür bleibt abgestorbenes und loses Haar häufig im Fell hängen. Ohne regelmäßiges Bürsten kann es deshalb schnell zu Verfilzungen kommen. Wenig Haar auf dem Boden bedeutet beim Havaneser also keineswegs wenig Fellpflege.

Da Havaneser meist sehr menschenbezogen sind, sollte auch das Alleinbleiben früh und schrittweise trainiert werden. Ein sozialer Hund muss trotzdem lernen, dass kurze Zeiten ohne seine Bezugsperson völlig normal sind.

Am besten geeignet für: Menschen, die einen sozialen und relativ anpassungsfähigen kleinen Familienhund suchen und bereit sind, regelmäßig Zeit in die Fellpflege zu investieren.

8. Bichon Frisé

Bichon Frisé, ein kleiner weißer Hund mit lockigem Fell

Gewicht: ca. 5–8 kg
Aktivitätsniveau: Mittel
Fellpflege: Hoch
Haaren: Sehr gering
Geeignet für: Menschen, die einen sozialen kleinen Begleithund suchen und möglichst wenig lose Hundehaare möchten

Der Bichon Frisé ist für sein weißes, lockiges Fell und sein charakteristisches rundes Erscheinungsbild bekannt. Unter der Frisur steckt ein lebhafter kleiner Gesellschaftshund, der meist gerne eng mit Menschen zusammenlebt.

Die Rasse ist klein, ohne extrem winzig zu sein. Für manche Familien ist das ein guter Mittelweg: Der Hund bleibt leicht zu tragen und praktisch im Alltag, hat aber etwas mehr körperliche Substanz als ein Chihuahua oder Yorkshire Terrier.

Bichon Frisés haben normalerweise einen moderaten Bewegungsbedarf. Tägliche Spaziergänge, Spiel und geistige Beschäftigung sind notwendig, die meisten brauchen jedoch keine stundenlangen intensiven Trainingseinheiten. Dadurch kann die Rasse sowohl für Wohnungshaltung als auch für Menschen interessant sein, die einen Gesellschaftshund statt eines ausgesprochen anspruchsvollen Arbeitshundes suchen.

Das Fell ist gleichzeitig Vorteil und Verpflichtung. Bichon Frisés haaren sehr wenig, doch das Fell wächst weiter und benötigt intensive Pflege. Regelmäßiges Bürsten und Schneiden ist notwendig, um Verfilzungen zu vermeiden und das Fell in gutem Zustand zu halten.

Die Rasse kann sich gut für Hundeanfänger eignen, wenn diese auf den Pflegeaufwand vorbereitet sind. Wie bei anderen sehr sozialen Gesellschaftshunden sollte auch das Alleinbleiben schrittweise aufgebaut werden.

Am besten geeignet für: Menschen, die einen sozialen, handlichen kleinen Hund suchen, möglichst wenig loses Fell im Zuhause möchten und regelmäßiges Bürsten und Schneiden nicht scheuen.

9. Shih Tzu

Shih Tzu, ein kleiner langhaariger Begleithund

Gewicht: ca. 4,5–8 kg
Aktivitätsniveau: Gering bis mittel
Fellpflege: Hoch
Haaren: Gering
Geeignet für: Menschen, die einen eher ruhigen kleinen Begleithund suchen

Der Shih Tzu unterscheidet sich von mehreren anderen kleinen Rassen auf dieser Liste durch seinen vergleichsweise moderaten Bewegungsbedarf. Die Rasse wurde als Gesellschaftshund entwickelt und ist häufig mit einem Alltag zufrieden, in dem die Nähe zur Familie wichtiger ist als lange Trainingseinheiten.

Das bedeutet natürlich nicht, dass ein Shih Tzu keine Bewegung braucht. Tägliche Spaziergänge, Spiel und geistige Beschäftigung gehören auch bei dieser Rasse dazu. Für Menschen, die einen ruhigeren kleinen Hund suchen, kann er jedoch besser passen als beispielsweise ein Papillon oder Toypudel.

Shih Tzus gelten häufig als freundlich, sozial und anpassungsfähig, können aber durchaus auch eine eigenständige Seite haben. In einer Wohnung kommen sie oft gut zurecht, da sie wenig Platz benötigen und normalerweise keinen extrem hohen Bewegungsbedarf haben.

Das lange Fell ist dagegen arbeitsintensiv. Wird es in voller Länge getragen, muss es häufig gebürstet werden. Viele Familienhunde werden deshalb kürzer geschnitten, um die tägliche Pflege einfacher zu machen.

Der Shih Tzu gehört zu den brachycephalen, also kurzköpfigen Hunderassen. Deshalb sollte besonders auf Atmung und Körperbau geachtet werden. Stark ausgeprägte anatomische Merkmale können unter anderem Atemwege, Augen und die Fähigkeit zur Temperaturregulation beeinträchtigen. Die Wahl eines verantwortungsvollen Züchters, der Gesundheit und funktionelle Anatomie priorisiert, ist bei dieser Rasse besonders wichtig.

Am besten geeignet für: Menschen, die einen eher ruhigen kleinen Begleithund suchen und sowohl den hohen Pflegeaufwand als auch die gesundheitlichen Besonderheiten der Rasse berücksichtigen.

10. Cavalier King Charles Spaniel

Cavalier King Charles Spaniel, ein kleiner Familien- und Begleithund

Gewicht: ca. 5,5–8 kg
Aktivitätsniveau: Mittel
Fellpflege: Mittel
Haaren: Mittel
Geeignet für: Vom Wesen her viele Familien – die erheblichen Gesundheitsprobleme der Rasse müssen jedoch Teil der Entscheidung sein

Der Cavalier King Charles Spaniel besitzt viele Eigenschaften, die Menschen bei einem kleinen Familienhund suchen. Die Rasse ist meist sozial, anhänglich, verspielt und menschenbezogen und gleichzeitig aktiv genug, um Spaziergänge und verschiedene Freizeitaktivitäten mitzumachen.

Auch die Größe ist praktisch. Cavaliers sind klein und relativ leicht zu handhaben, gleichzeitig aber körperlich etwas robuster als die winzigsten Zwergrassen. Zusammen mit ihrem freundlichen Temperament hat das die Rasse bei Familien und Ersthundehaltern sehr beliebt gemacht.

Allerdings darf der Cavalier King Charles Spaniel nicht allein nach seinem Wesen beurteilt werden.

Die Rasse weist schwerwiegende und gut dokumentierte Gesundheitsprobleme auf. In Norwegen ist die reinrassige Zucht des Cavalier King Charles Spaniels nach einem Urteil des norwegischen Obersten Gerichtshofs aus dem Jahr 2023 verboten.

Zu den besonders relevanten gesundheitlichen Problemen zählen unter anderem Herzerkrankungen und neurologische Erkrankungen. Der Norwegische Kennel Club arbeitet an einem Kreuzungsprogramm mit dem Ziel, positive Eigenschaften des Cavaliers zu erhalten und gleichzeitig Gesundheit und genetische Vielfalt zu verbessern.

Das bedeutet selbstverständlich nicht, dass bestehende Cavaliers keine wunderbaren und geliebten Familienhunde sein können. Wer sich jedoch für einen Cavalier oder einen Hund mit Cavalier-Abstammung interessiert, sollte die dokumentierten Gesundheitsprobleme der Rasse sehr ernst nehmen und sich ausführlich über Gesundheitsprogramme und Zuchtpraxis informieren.

Am besten geeignet für: Vom Temperament her kann der Cavalier zu vielen Haushalten sehr gut passen. Die gesundheitliche Situation der Rasse sollte jedoch vor einer Entscheidung gründlich geprüft werden.

Welche kleinen Hunde eignen sich für Anfänger?

Havaneser, Malteser, Toypudel, Bichon Frisé und Shih Tzu gehören zu den kleinen Hunderassen, die sich für Anfänger eignen können. Welche Rasse am besten passt, hängt jedoch davon ab, wie viel Bewegung, Fellpflege und Training man tatsächlich übernehmen möchte.

Wer noch nie einen Hund hatte, konzentriert sich bei der Auswahl schnell auf das Aussehen. Im Alltag lebt man allerdings nicht mit einem hübschen Foto, sondern über viele Jahre mit dem Temperament, den Bedürfnissen und den Eigenheiten des Hundes.

Für Ersthundehalter kann es deshalb sinnvoll sein, nach einer Rasse zu suchen, die sozial, vergleichsweise kooperativ und im Alltag gut handhabbar ist.

  • Havaneser: sozial und anpassungsfähig, benötigt aber intensive Fellpflege.
  • Malteser: klein und menschenbezogen, aber das lange Fell verursacht regelmäßigen Pflegeaufwand.
  • Toypudel: ausgesprochen lernfähig und gut trainierbar, benötigt jedoch viel geistige Beschäftigung.
  • Bichon Frisé: sozial und handlich, braucht aber regelmäßiges Bürsten und Schneiden.
  • Shih Tzu: häufig ruhiger als mehrere andere kleine Rassen, benötigt jedoch viel Fellpflege und besondere Aufmerksamkeit in Bezug auf Gesundheit und Körperbau.

Eine Rasse, die für einen Hundeanfänger unkompliziert wirkt, kann für einen anderen völlig ungeeignet sein. Wer aktiv ist und gerne mit seinem Hund trainiert, kann mit einem Toypudel sehr glücklich werden. Wer vor allem einen ruhigeren Begleithund sucht, könnte dagegen besser zu einem Shih Tzu passen.

Der Cavalier King Charles Spaniel besitzt zwar ein Temperament, das ihn traditionell für Ersthundehalter attraktiv gemacht hat. Aufgrund der erheblichen Gesundheitsprobleme der Rasse sollte er jedoch nicht als unkomplizierte Standardempfehlung dargestellt werden.

Der kleinste Hund ist nicht automatisch der einfachste

Ein kleiner Hund lässt sich leichter hochheben und braucht weniger Platz. Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass er leichter zu erziehen oder unkomplizierter im Alltag ist.

Viele Menschen gehen davon aus, dass kleine Hunde grundsätzlich einfacher sind als große. In der Realität spielt die Körpergröße dabei nur eine begrenzte Rolle.

Ein Chihuahua wiegt vielleicht nur zwei Kilogramm, kann aber wesentlich stärker auf Geräusche, Menschen und Bewegungen reagieren als ein größerer, ruhiger Hund. Dadurch meldet der kleinere Hund möglicherweise deutlich schneller, wenn jemand vor der Tür steht oder draußen etwas passiert.

Für manche Halter ist das völlig in Ordnung. Andere stellen erst später fest, dass ihr winziger Hund wesentlich mehr Geräusch und Aktivität in den Alltag bringt, als sie erwartet hatten.

Bei der Wahl eines Hundes sollte man deshalb Temperament, Aktivitätsniveau und tatsächliche Bedürfnisse stärker gewichten als das Körpergewicht allein.

Kleine Hunde bedeuten nicht automatisch weniger Arbeit

Kleine Hunde fressen weniger und lassen sich körperlich leichter handhaben, brauchen aber trotzdem Spaziergänge, Training, Sozialisation und geistige Beschäftigung.

Toypudel und Papillon sind gute Beispiele für kleine Hunde, die viel Freude an Training und Aufgaben haben können. Ein kleiner Körper macht das Gehirn schließlich nicht kleiner.

Andere Rassen verursachen ihren Zeitaufwand auf eine völlig andere Art. Malteser, Bichon Frisé und Havaneser hinterlassen möglicherweise nur wenige Haare auf dem Boden, brauchen dafür aber regelmäßiges Bürsten, Schneiden und weitere Fellpflege.

Ein kleiner Hund lässt sich auf begrenztem Raum zwar leichter beschäftigen, doch Spiel in der Wohnung ersetzt weder Spaziergänge noch Umwelttraining oder die Möglichkeit, die Welt draußen zu erkunden.

Man sollte sich deshalb nicht allein deshalb für einen kleinen Hund entscheiden, weil man davon ausgeht, dass ein kleiner Hund automatisch wenig Arbeit macht.

Auch kleine Hunde brauchen Erziehung

Wenn ein kleiner Hund Besucher anspringt, an der Leine zieht oder Passanten anbellt, wird das häufig eher toleriert als bei einem 35 Kilogramm schweren Hund mit exakt demselben Verhalten.

Weniger wichtig wird das Verhalten dadurch nicht.

Kleine Hunde benötigen dieselben grundlegenden Fähigkeiten wie größere Hunde: Rückruf, Ruhe, angenehmes Handling, Sozialisation, Orientierung am Menschen und die Fähigkeit, andere Menschen und Hunde kontrolliert zu passieren.

Außerdem ist es sehr einfach, einen kleinen Hund aus jeder unangenehmen Situation einfach hochzuheben. Manchmal ist das aus Sicherheitsgründen sinnvoll. Wird der Hund jedoch grundsätzlich weggetragen, statt zu lernen, mit normalen Alltagssituationen umzugehen, gehen wertvolle Trainingsmöglichkeiten verloren.

Die geringe Größe macht einen Hund körperlich leichter kontrollierbar. Sie macht Erziehung nicht weniger wichtig.

Welche kleinen Hunde passen zu Kindern?

Havaneser, Bichon Frisé und mehrere andere soziale kleine Begleithunde können gut in Familien mit Kindern leben. Das Alter der Kinder, die Größe des Hundes und sein individuelles Temperament sind jedoch mindestens genauso wichtig wie die Rasse.

Es liegt nahe anzunehmen, dass ein kleiner Hund automatisch besser zu Kindern passt, weil er leichter zu handhaben ist. Ganz so einfach ist es allerdings nicht.

Ein sehr kleiner Hund kann leichter verletzt werden, wenn er fallen gelassen, versehentlich getreten oder zu grob behandelt wird. Ein Chihuahua mit zwei Kilogramm Körpergewicht kann deshalb eine vorsichtigere Handhabung erfordern als ein etwas größerer kleiner Hund mit sechs oder acht Kilogramm.

Unter den Rassen in diesem Ratgeber kommen beispielsweise Havaneser und Bichon Frisé für Familien infrage, die einen kleinen und sozialen Hund suchen. Auch Malteser und Shih Tzu können gut in Familien leben – abhängig vom einzelnen Hund, seiner Erziehung und davon, wie die Kinder mit ihm umgehen.

Unabhängig von der Rasse sollten Kinder lernen, einen Hund beim Fressen und Schlafen in Ruhe zu lassen, ihn nicht unvorsichtig hochzuheben und zu respektieren, wenn er sich zurückziehen möchte. Der Umgang zwischen kleinen Kindern und Hunden sollte immer von einem Erwachsenen beaufsichtigt werden.

Für Familien mit kleinen Kindern kann ein etwas robusterer kleiner Hund deshalb die bessere Wahl sein als eine der allerkleinsten Zwergrassen.

Sind kleine Hunde empfindlicher?

Die allerkleinsten Hunde vertragen im Allgemeinen weniger körperliche Belastung als größere Hunde. Das bedeutet jedoch nicht, dass kleine Hunde grundsätzlich schwach oder zerbrechlich sind.

Ein Chihuahua mit etwa zwei Kilogramm Körpergewicht hat schlicht weniger Masse, die ihn schützt, wenn er von einem hohen Sofa fällt, versehentlich getreten wird oder mit einem deutlich größeren Hund zusammenstößt. Dasselbe gilt für sehr kleine Welpen anderer Rassen.

Gleichzeitig gibt es viele kleine Hunderassen, die ausgesprochen sportlich und robust sein können. Der Papillon ist ein gutes Beispiel für einen sehr kleinen Hund, der aktiv und athletisch sein kann, während der Yorkshire Terrier ursprünglich als Arbeitsterrier eingesetzt wurde.

Es geht deshalb nicht darum, einen kleinen Hund von normaler körperlicher Aktivität fernzuhalten. Wichtig ist vielmehr, Situationen zu erkennen, in denen ein erheblicher Größenunterschied tatsächlich ein zusätzliches Verletzungsrisiko darstellt.

Welche kleinen Hunde eignen sich für die Wohnung?

Havaneser, Malteser, Shih Tzu und Bichon Frisé gehören zu den kleinen Hunderassen, die häufig gut in einer Wohnung leben können. Wie viel ein Hund bellt, wie hoch sein Bewegungsbedarf ist und wie gut er zu Hause zur Ruhe kommt, ist jedoch oft wichtiger als seine Körpergröße.

Viele Menschen entscheiden sich für einen kleinen Hund, weil sie in einer Wohnung leben oder nur begrenzt Platz haben. Natürlich ist es praktisch, wenn der Hund nicht das halbe Wohnzimmer einnimmt. Die Zahl auf der Waage sagt allerdings erstaunlich wenig darüber aus, wie unkompliziert ein Hund im Wohnungsalltag tatsächlich ist.

Ein ruhiger Sieben-Kilo-Hund, der Geräusche im Treppenhaus ignoriert, kann in einem Mehrfamilienhaus wesentlich einfacher sein als ein Zwei-Kilo-Hund, der jedes Mal anschlägt, wenn der Aufzug hält oder der Nachbar seine Tür öffnet.

Wer einen kleinen Hund für die Wohnung sucht, sollte deshalb besonders auf folgende Punkte achten:

  • wie gut der Hund in Innenräumen zur Ruhe kommt
  • seine Tendenz zum Melden und Bellen
  • den täglichen Bewegungsbedarf
  • den Bedarf an geistiger Beschäftigung
  • wie gut der Hund mit dem Alleinbleiben zurechtkommt
  • ob geeignete Spazier- und Bewegungsmöglichkeiten in der Nähe vorhanden sind

Havaneser, Malteser, Shih Tzu und Bichon Frisé besitzen Eigenschaften, die sie für viele Menschen in kleineren Wohnungen interessant machen. Auch Toypudel und Papillon können sehr gut in einer Wohnung leben, benötigen jedoch häufig mehr geistige und körperliche Beschäftigung.

Chihuahua und Pomeranian brauchen zwar ausgesprochen wenig Platz, beide können jedoch sehr aufmerksam auf Geräusche und Aktivitäten rund um die Wohnung reagieren. Bei diesen Rassen kann Training für Ruhe und kontrolliertes Melden deshalb besonders wichtig sein, wenn man dicht mit Nachbarn zusammenlebt.

Eine kleine Wohnung ist für einen Hund nicht automatisch ein Problem, solange seine tatsächlichen Bedürfnisse erfüllt werden.

Welche kleinen Hunde bellen wenig?

Bei keiner kleinen Hunderasse lässt sich garantieren, dass sie wenig bellt. Genetik, individuelles Temperament, Umwelt, Sozialisation und Training beeinflussen, wie laut und mitteilsam ein Hund wird.

Zwischen verschiedenen Rassetypen gibt es dennoch Unterschiede. Hunde, die historisch als aufmerksame Wach- oder Meldehunde eingesetzt wurden, reagieren häufig schneller auf Geräusche und Bewegungen rund um das Zuhause als manche klassischen Gesellschaftshunde.

Der Pomeranian ist beispielsweise ein kleiner Spitz, der seine Umgebung oft sehr genau beobachtet und schnell melden kann. Auch Chihuahua und Papillon können ausgesprochen aufmerksam auf Geräusche und Aktivitäten reagieren.

Ein Havaneser kann ebenfalls melden, wenn jemand kommt, dauerhaftes Bellen gilt jedoch nicht als typisches Rassemerkmal. Der Shih Tzu besitzt zudem im Allgemeinen ein ruhigeres Aktivitätsniveau als einige der besonders wachsamen Zwergrassen.

Das bedeutet natürlich nicht, dass ein Havaneser oder Shih Tzu automatisch still ist – genauso wenig wird jeder Pomeranian zwangsläufig zum Dauerkläffer.

Wenn wenig Bellen für dich besonders wichtig ist, solltest du auch auf das Temperament der Elterntiere achten, mit dem Züchter darüber sprechen und frühzeitig Ruhe an Türen und Fenstern sowie einen entspannten Umgang mit Besuchern und Außengeräuschen trainieren.

Kleine Hunde, die wenig haaren

Toypudel, Bichon Frisé, Havaneser und Malteser gehören zu den beliebten kleinen Hunderassen, die nur sehr wenig haaren.

Für viele Menschen spielt die Menge an Hundehaaren auf Kleidung, Böden und Möbeln eine wichtige Rolle bei der Wahl einer Rasse. Dabei sollte man allerdings drei Dinge unterscheiden, die häufig miteinander verwechselt werden:

Wenig Haarverlust, wenig Fellpflege und allergikerfreundlich bedeuten nicht dasselbe.

Hunderassen, die wenig haaren, können sogar mehr Fellpflege benötigen als Hunde, die viele lose Haare verlieren.

  • Toypudel: haart sehr wenig, muss aber regelmäßig gebürstet und geschoren werden.
  • Bichon Frisé: haart sehr wenig, sein lockiges Fell benötigt jedoch intensive Pflege.
  • Havaneser: lose und abgestorbene Haare bleiben größtenteils im Fell hängen und müssen herausgebürstet werden.
  • Malteser: verliert nur wenige Haare, das lange Fell muss jedoch regelmäßig gebürstet und gepflegt werden.

Keine Hunderasse kann gleichzeitig garantiert als vollständig hypoallergen bezeichnet werden. Eine Hundeallergie wird nicht nur durch Hundehaare ausgelöst; Allergene befinden sich unter anderem auch in Hautschuppen und Speichel.

Wenn eine Hundeallergie bei der Wahl der Rasse eine entscheidende Rolle spielt, sollte die betroffene Person deshalb vor der Entscheidung Zeit mit Hunden der jeweiligen Rasse verbringen – idealerweise auch mit erwachsenen Tieren.

Sind kleine Hunde günstiger?

Kleine Hunde können in einigen Bereichen günstiger sein, doch viele der größten Kosten der Hundehaltung hängen deutlich weniger von der Körpergröße ab, als man zunächst vermuten könnte.

Ein kleiner Hund frisst weniger als ein großer Hund, weshalb die Futterkosten deutlich niedriger ausfallen können. Auch Transportboxen, bestimmte Ausrüstungsgegenstände und Medikamente, deren Dosierung vom Körpergewicht abhängt, können günstiger sein.

Viele Kosten verschwinden allerdings nicht einfach, nur weil der Hund drei Kilogramm wiegt:

  • Hundeversicherung
  • Impfungen und Gesundheitsuntersuchungen
  • Tierarztbesuche
  • Zahnbehandlungen
  • Hundeschule und Training
  • Hundebetreuung oder Hundepension
  • Ausrüstung

Bei pflegeintensiven Rassen wie Bichon Frisé, Malteser, Havaneser und Toypudel kann regelmäßige professionelle Fellpflege außerdem zu einem erheblichen laufenden Kostenpunkt werden.

Wenn die Kosten der Hauptgrund dafür sind, einen kleinen Hund zu wählen, solltest du deshalb die gesamten Ausgaben der Hundehaltung betrachten – und nicht nur darauf schauen, wie viel Futter der Hund benötigt.

Dürfen kleine Hunde mit ins Flugzeug?

Bei einigen Fluggesellschaften dürfen kleine Hunde in der Kabine mitreisen, sofern Hund und Transporttasche die jeweiligen Vorgaben für Größe und Gewicht erfüllen.

Für Menschen, die häufig reisen, kann das ein praktischer Vorteil sein. Vor allem sehr kleine Hunde haben überhaupt die Möglichkeit, die entsprechenden Gewichts- und Größenlimits für die Kabine einzuhalten.

Rassen wie Chihuahua, Yorkshire Terrier, Malteser und Pomeranian können bei einigen Fluggesellschaften klein genug sein, um die Voraussetzungen zu erfüllen.

Entscheidend ist allerdings nicht die Rasse selbst. Die Regeln können unter anderem Folgendes betreffen:

  • das Gesamtgewicht von Hund und Transporttasche
  • die maximalen Abmessungen der Transporttasche
  • die Anzahl der Tiere, die in der Kabine erlaubt sind
  • Flugroute und Reiseziel
  • Impf- und Dokumentationsanforderungen

Ein Chihuahua kann deshalb bei einer Fluggesellschaft die Voraussetzungen erfüllen und bei einer anderen nicht. Selbst ein größeres Tier derselben Rasse kann bereits über dem zulässigen Gewicht liegen.

Prüfe deshalb immer die aktuell geltenden Bestimmungen direkt bei der jeweiligen Fluggesellschaft, bevor du die Reise mit deinem Hund buchst.

Leben kleine Hunde länger als große Hunde?

Ja. Im Durchschnitt haben kleine Hunderassen eine höhere Lebenserwartung als große und sehr große Hunderassen.

Das bedeutet natürlich nicht, dass jeder kleine Hund sehr alt wird oder dass die Körpergröße allein über die Lebenserwartung entscheidet. Genetik, Erbkrankheiten, Zucht, Körpergewicht, tierärztliche Versorgung und Lebensstil spielen ebenfalls eine wichtige Rolle.

Innerhalb der Hundeart besteht jedoch ein deutlicher Zusammenhang zwischen Körpergröße und Lebenserwartung: Sehr große Hunderassen haben im Durchschnitt eine kürzere Lebensdauer als kleine Rassen.

Viele kleine Hunde können weit über zehn Jahre alt werden und bis ins hohe Teenageralter leben. Auch das sollte man bedenken, bevor ein Hund einzieht: Aus einem winzigen Welpen kann ein Familienmitglied werden, das einen sehr großen Teil des eigenen Lebens begleitet.

Welcher kleine Hund passt zu dir?

Der beste kleine Hund ist nicht zwangsläufig die kleinste Rasse, sondern diejenige, die am besten zu deinem Aktivitätsniveau, deiner Wohnsituation und deinem Alltag passt.

Wenn du suchst... Diese Rassen könnten interessant sein
Eine der allerkleinsten Hunderassen Chihuahua, Pomeranian, Yorkshire Terrier
Einen kleinen Hund, mit dem du viel trainieren kannst Toypudel, Papillon
Einen sozialen kleinen Familienhund Havaneser, Bichon Frisé
Einen ruhigeren kleinen Begleithund Shih Tzu, Malteser
Möglichst wenig Haarverlust Toypudel, Bichon Frisé, Havaneser, Malteser
Einen kleinen und sportlichen Hund Papillon, Toypudel
Einen kleinen Hund für die Wohnung Havaneser, Malteser, Shih Tzu, Bichon Frisé

Bei der Hundesuche beginnt man schnell mit einem Bild davon, wie der Hund aussehen soll. Nach einigen Monaten ist allerdings wesentlich wichtiger, wie gut der Hund an einem völlig normalen Dienstag in den eigenen Alltag passt, als wie niedlich er auf seinem Welpenfoto aussah.

Überlege deshalb, wie viel du spazieren gehen möchtest, wie viel Fellpflege du übernehmen willst, wie viel Training dir tatsächlich Spaß macht, wie viel Bellen deine Wohnsituation verträgt, wie lange der Hund allein bleiben muss und mit welchen Menschen oder Tieren er zusammenleben wird.

Viele Menschen beginnen ihre Suche mit dem Wunsch nach dem kleinsten Hund der Welt und entscheiden sich am Ende für eine etwas größere kleine Rasse, weil deren Temperament und Bedürfnisse wesentlich besser zu ihrem Alltag passen.

Der richtige kleine Hund ist nicht derjenige, der am wenigsten Platz braucht. Es ist der Hund, der am besten in dein tatsächliches Leben passt.

Häufige Fragen zu kleinen Hunden

Was ist die kleinste Hunderasse der Welt?

Der Chihuahua gilt als die kleinste anerkannte Hunderasse der Welt. Erwachsene Hunde wiegen typischerweise etwa 1,5–3 Kilogramm, wobei die Größe zwischen einzelnen Hunden variieren kann.

Welche Hunderassen bleiben klein?

Chihuahua, Pomeranian, Yorkshire Terrier, Toypudel, Papillon und Malteser sind Beispiele für Hunderassen, die auch ausgewachsen sehr klein bleiben. Havaneser, Bichon Frisé und Shih Tzu sind etwas größer, gehören aber weiterhin zu den kleinen Hunderassen.

Welcher kleine Hund eignet sich für Anfänger?

Havaneser, Malteser, Toypudel, Bichon Frisé und Shih Tzu können gute Optionen für Ersthundehalter sein. Welche Rasse am besten passt, hängt vor allem vom gewünschten Aktivitätsniveau, dem Aufwand für die Fellpflege, dem Temperament und davon ab, wie viel Zeit du in Training investieren möchtest.

Welche kleinen Hunde haaren am wenigsten?

Toypudel, Bichon Frisé, Havaneser und Malteser gehören zu den kleinen Hunderassen, die sehr wenig haaren. Dafür benötigen alle diese Rassen regelmäßige Fellpflege.

Gibt es kleine Hunde, die nicht bellen?

Nein. Bei keiner Hunderasse lässt sich garantieren, dass sie nicht bellt. Einige Rassen neigen stärker zum Melden als andere, doch individuelles Temperament, Genetik, Umwelt, Sozialisation und Training beeinflussen erheblich, wie viel ein Hund tatsächlich bellt.

Welche kleinen Hunde eignen sich für die Wohnung?

Havaneser, Malteser, Shih Tzu und Bichon Frisé können gute Optionen für das Leben in einer Wohnung sein. Auch Toypudel und Papillon können gut in einer Wohnung zurechtkommen, wenn sie ausreichend beschäftigt werden. Wie stark ein Hund zum Bellen neigt und wie gut er zu Hause zur Ruhe kommt, ist häufig wichtiger als seine Größe allein.

Sind kleine Hunde einfacher zu halten?

Nicht unbedingt. Kleine Hunde benötigen weniger Platz und lassen sich leichter hochheben, brauchen aber trotzdem Erziehung, Bewegung, Spaziergänge, Sozialisation und geistige Beschäftigung. Mehrere kleine Hunderassen benötigen außerdem eine intensive Fellpflege.

Sind kleine Hunde gut für Familien mit Kindern geeignet?

Viele kleine Hunde können sehr gut mit Kindern zusammenleben. Die allerkleinsten Rassen sind bei grober oder unvorsichtiger Behandlung jedoch stärker verletzungsgefährdet. Das Temperament des Hundes, das Alter der Kinder und eine verantwortungsvolle Aufsicht durch Erwachsene sind deshalb wichtiger als die Körpergröße allein.

Sind kleine Hunde günstiger als große Hunde?

In einigen Bereichen, insbesondere beim Futter, können kleine Hunde weniger kosten. Ausgaben für Versicherungen, Tierarztbehandlungen, Impfungen, Hundeschule und Betreuung können jedoch ähnlich hoch sein wie bei größeren Hunden.

Darf ein kleiner Hund in der Flugzeugkabine mitreisen?

Bei einigen Fluggesellschaften dürfen kleine Hunde in der Kabine reisen, wenn Hund und Transporttasche innerhalb der jeweiligen Größen- und Gewichtsgrenzen bleiben. Die Bestimmungen unterscheiden sich je nach Fluggesellschaft und müssen deshalb vor der Reise direkt beim Anbieter geprüft werden.

Leben kleine Hunde länger als große Hunde?

Im Allgemeinen ja. Kleine Hunderassen haben durchschnittlich eine höhere Lebenserwartung als große und sehr große Hunderassen. Genetik, Gesundheit, Zucht und Lebensstil haben jedoch ebenfalls erheblichen Einfluss auf die individuelle Lebensdauer.

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