Die größten Hunderassen der Welt – Guide zu gigantischen Hunden
Die größten Hunderassen der Welt beeindrucken durch ihre Größe, Kraft und besonderen Bedürfnisse im Alltag. Manche Tiere wiegen ausgewachsen über 100 kg und benötigen deutlich mehr Platz, Futter und Pflege als kleinere Hunde.
Viele große Hunderassen wurden ursprünglich für Aufgaben wie Bewachung, Zugarbeit, Herdenschutz oder Rettungsarbeit gezüchtet. Heute leben viele von ihnen hauptsächlich als Familienhunde, doch ihre Größe beeinflusst weiterhin alles – von Bewegung und Gesundheit bis hin zu Training und Kosten.
In diesem Guide werfen wir einen genaueren Blick auf einige der größten Hunderassen der Welt, darunter Deutsche Dogge, Englischer Mastiff, Leonberger, Neufundländer und Bernhardiner. Du erhältst einen Überblick über Größe, Charakter, Gesundheit, Fellpflege und darüber, was das Leben mit einem gigantischen Hund wirklich bedeutet.
Was gilt als gigantischer Hund?
Als gigantische Hunderasse gelten meist Hunde, die ausgewachsen mehr als 45–50 kg wiegen oder eine außergewöhnlich große Schulterhöhe erreichen. Einige der größten Hunderassen der Welt wiegen über 90 kg und erreichen fast einen Meter Schulterhöhe.
Gleichzeitig gibt es große Unterschiede zwischen den einzelnen Rassen. Manche sind sehr hoch und relativ schlank, andere wiederum massiv, breit gebaut und extrem kräftig.
Viele große Hunderassen wurden ursprünglich eingesetzt als:
- Wachhunde
- Zughunde
- Hofhunde
- Jagdhunde
- Rettungshunde
Trotz ihrer imposanten Größe gelten viele gigantische Hunderassen als ruhig, stabil und äußerst loyal gegenüber ihrer Familie.
Übersicht der größten Hunderassen der Welt
| Rasse | Größe | Gewicht | Herkunft | Familienhund? |
|---|---|---|---|---|
| Deutsche Dogge | 72–90 cm | 50–90 kg | Deutschland | Ja |
| Englischer Mastiff | 70–91 cm | 70–110 kg | England | Ja |
| Irischer Wolfshund | 75–90 cm | 50–70 kg | Irland | Ja |
| Leonberger | 65–80 cm | 50–70 kg | Deutschland | Ja |
| Neufundländer | 66–74 cm | 50–70 kg | Kanada | Ja |
| Bernhardiner | 65–90 cm | 60–90 kg | Schweiz | Ja |
| Pyrenäenberghund | 65–82 cm | 45–60 kg | Frankreich | Ja |
| Tibetmastiff | 61–76 cm | 55–90 kg | Tibet | Variiert |
| Anatolischer Hirtenhund | 71–81 cm | 40–65 kg | Türkei | Variiert |
Obwohl alle diese Hunde als große Hunderassen gelten, unterscheiden sich Persönlichkeit, Aktivitätsniveau und Bedürfnisse teilweise deutlich voneinander.
Deutsche Dogge – eine der größten Hunderassen der Welt
Die Deutsche Dogge gilt als eine der größten Hunderassen der Welt. Einige Tiere erreichten bereits Weltrekorde mit einer Schulterhöhe von über einem Meter.
Trotz ihrer Größe ist die Deutsche Dogge oft als ruhiger und sozialer Familienhund bekannt, der eine starke Bindung zu seinen Menschen aufbaut.
Ursprünglich wurde die Rasse für die Jagd auf Großwild wie Wildschweine eingesetzt. Heute lebt sie hauptsächlich als Familien- und Begleithund.
- extreme Körpergröße
- ruhiges Temperament
- enge Bindung zur Familie
- kurzes Fell und moderater Pflegeaufwand
- vergleichsweise kurze Lebenserwartung
Aufgrund ihrer Größe benötigt die Rasse ausreichend Platz, konsequentes Training und ein kontrolliertes Wachstum im Welpenalter, um Gelenke und Knochen zu entlasten.
Englischer Mastiff – eine der schwersten Hunderassen der Welt
Der Englische Mastiff zählt zu den schwersten Hunderassen der Welt. Manche Tiere wiegen deutlich über 100 kg.
Die Rasse hat eine lange Geschichte als Wach- und Schutzhund, gilt heute jedoch als ruhiger und stabiler Familienhund mit enormer körperlicher Kraft.
Viele Mastiffs sind überraschend entspannt im Haus und bevorzugen kurze Spaziergänge sowie die Nähe zu ihrer Familie statt dauerhafter Aktivität.
- extrem hohes Körpergewicht
- starker Schutzinstinkt
- ruhiger Charakter
- starkes Sabbern
- hohe Futter- und Tierarztkosten
Diese Hunderasse benötigt sowohl ausreichend Platz als auch eine klare und sichere Führung. Selbst ruhige Tiere verfügen über enorme Kraft.
Irischer Wolfshund – der größte unter den Windhunden
Der Irische Wolfshund gehört zu den ältesten und größten Hunderassen der Welt. Ursprünglich wurde die Rasse in Irland für die Jagd auf Wölfe und Hirsche eingesetzt.
Viele Irische Wolfshunde erreichen eine Schulterhöhe von über 85 cm und zählen damit zu den höchsten Hunden der Welt.
- ruhiges Temperament
- große und schlanke Körperform
- enge Bindung zur Familie
- geringe Aggressivität
- kurze Lebenserwartung
Trotz ihrer enormen Größe gelten Irische Wolfshunde als sanft, ruhig und freundlich im Alltag.
Leonberger – der sanfte Riese
Der Leonberger ist eine große Hunderasse aus Deutschland, bekannt für sein ruhiges Wesen, seinen kräftigen Körperbau und sein langes Fell.
Heute wird die Rasse hauptsächlich als Familienhund gehalten und gilt als sozial, stabil und freundlich im Umgang mit Kindern.
- ruhiger Charakter
- dichtes Doppelfell
- große körperliche Stärke
- starke Bindung zur Familie
- aufwendige Fellpflege
Leonberger benötigen viel Platz, große Mengen Futter und regelmäßige Fellpflege im Vergleich zu kleineren Hunderassen.
Neufundländer – der große Wasserhund
Der Neufundländer ist eine große und kräftige Hunderasse aus Kanada, die ursprünglich für Arbeiten im Wasser und in kaltem Klima gezüchtet wurde.
Die Rasse ist bekannt für ihre starken Schwimmfähigkeiten, ihr dichtes Fell und ihr ruhiges Temperament.
- kräftiger Körperbau
- hervorragender Schwimmer
- ruhiges Temperament
- dichtes Doppelfell
- intensive Fellpflege
Der Neufundländer gilt häufig als eine der familienfreundlichsten gigantischen Hunderassen.
Bernhardiner – der Rettungshund aus den Alpen
Der Bernhardiner wurde historisch für Rettungseinsätze in den Alpen eingesetzt und ist als großer und schwerer Arbeitshund mit ruhigem Wesen bekannt.
- massiver Körperbau
- ruhiger Charakter
- große körperliche Kraft
- starkes Sabbern
- familienfreundliches Wesen
Die Rasse ist weniger aktiv, als viele erwarten, benötigt aufgrund ihrer Größe aber dennoch ausreichend Platz und eine kontrollierte Aufzucht.
Pyrenäenberghund – der große Herdenschutzhund
Der Pyrenäenberghund wurde ursprünglich zum Schutz von Schafherden in den Bergregionen zwischen Frankreich und Spanien eingesetzt.
- dichtes weißes Fell
- selbstständiger Charakter
- starker Schutzinstinkt
- ruhiges Temperament
- große Ausdauer
Die Rasse gilt als unabhängig und eignet sich besonders für Menschen, die einen großen Wach- und Schutzhund suchen.
Tibetmastiff – ein massiver Wachhund
Der Tibetmastiff ist eine große und kräftige Hunderasse, die historisch zum Schutz von Vieh und Eigentum im Himalaya eingesetzt wurde.
- massives Fell
- starker Territorialinstinkt
- große körperliche Stärke
- hohe Selbstständigkeit
- misstrauisch gegenüber Fremden
Diese anspruchsvolle Hunderasse eignet sich in der Regel am besten für erfahrene Hundehalter.
Anatolischer Hirtenhund – der starke Beschützer
Der Anatolische Hirtenhund ist ein großer Herdenschutzhund aus der Türkei, der ursprünglich gezüchtet wurde, um Nutztiere vor Raubtieren wie Wölfen und Bären zu schützen.
- große körperliche Stärke
- starker Schutzinstinkt
- hohe Ausdauer
- selbstständiger Charakter
- ruhiges Verhalten
Die Rasse benötigt eine klare Führung und gilt im Allgemeinen nicht als ideal für Anfänger.
Was kostet ein gigantischer Hund?
Gigantische Hunderassen sind oft deutlich teurer, als viele Menschen erwarten. Ein Hund mit 70–100 kg Körpergewicht frisst erheblich mehr als kleinere Hunde, und viele Kosten steigen mit der Größe.
Große Hunderassen benötigen häufig:
- große Mengen hochwertiges Futter
- teurere Tierarztbehandlungen
- höhere Medikamentendosierungen
- stabilere Boxen, Betten und Ausrüstung
- größere Fahrzeuge und Transportlösungen
Manche gigantischen Hunderassen können als ausgewachsene Hunde mehrere Kilogramm Futter pro Tag benötigen – besonders aktive Arbeits- oder Gebrauchshunde.
Auch Tierarztkosten fallen häufig höher aus, weil:
- Medikamente nach Körpergewicht dosiert werden
- Operationen aufwendiger sind
- große Hunde anfälliger für Gelenkprobleme sind
- bestimmte Herzerkrankungen häufiger auftreten
Wer über eine gigantische Hunderasse nachdenkt, sollte die langfristigen Kosten von Anfang an realistisch einplanen.
Passt ein gigantischer Hund zu dir?
Gigantische Hunderassen können ruhig, loyal und äußerst familienfreundlich sein – sie passen jedoch nicht zu jedem Lebensstil. Selbst entspannte Hunde benötigen viel Platz, Zeit und Verantwortung.
Vor der Wahl einer gigantischen Hunderasse solltest du über folgende Punkte nachdenken:
- Platz in Wohnung und Auto
- laufende Kosten
- Zeit für Training und Fellpflege
- körperliche Kontrolle und Handling
- Bewegungsbedarf
- Gesundheitsprobleme und Lebenserwartung
Viele gigantische Hunderassen gelten als:
- ruhig im Haus
- extrem loyal
- sanft zur Familie
- geduldig und stabil
Gleichzeitig bringen gigantische Hunde auch Herausforderungen mit sich:
- starker Fellwechsel
- viel Sabbern
- kürzere Lebenserwartung
- höhere laufende Kosten
- enorme körperliche Kraft
Für die richtigen Halter können gigantische Hunderassen jedoch außergewöhnlich treue und zuverlässige Begleiter werden.
Häufige Fragen zu den größten Hunderassen der Welt
Welche ist die größte Hunderasse der Welt?
Die Deutsche Dogge gilt als eine der größten Hunderassen der Welt, während der Englische Mastiff zu den schwersten gehört.
Welche gigantische Hunderasse ist besonders familienfreundlich?
Leonberger, Neufundländer und Bernhardiner gelten häufig als besonders familienfreundliche gigantische Hunderassen.
Wie viel frisst ein gigantischer Hund?
Gigantische Hunderassen benötigen deutlich mehr Futter als kleinere Hunde, besonders Tiere mit 70–100 kg Körpergewicht.
Haben große Hunde eine kürzere Lebenserwartung?
Ja. Viele gigantische Hunderassen leben im Durchschnitt kürzer als kleinere Hunderassen.
Sind gigantische Hunderassen aggressiv?
Die meisten gigantischen Hunderassen gelten als ruhig und stabil, dennoch bleiben gute Sozialisierung und konsequentes Training sehr wichtig.
Können gigantische Hunde in einer Wohnung leben?
Einige ruhige gigantische Rassen können sich an das Leben in einer Wohnung anpassen, sofern sie ausreichend Bewegung erhalten. Die meisten profitieren jedoch von viel Platz.


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