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Batterielaufzeit von GPS-Trackern für Haustiere: Was beeinflusst sie wirklich?

Die Batterielaufzeit ist eine der häufigsten Fragen rund um GPS-Tracker für Hunde und Katzen. Viele erwarten eine einfache Antwort in Form einer bestimmten Anzahl von Tagen oder Wochen, doch in der Praxis wird die Laufzeit von mehreren technischen und praktischen Faktoren beeinflusst.

Dieser Artikel erklärt, was die Batterielaufzeit von GPS-Trackern für Haustiere tatsächlich beeinflusst – und warum sie je nach Situation unterschiedlich ausfallen kann.

Batterielaufzeit ist immer ein Kompromiss

Die Batterielaufzeit eines GPS-Trackers ist immer ein Abwägen zwischen Funktionalität und Energieverbrauch. Das Gerät muss:

  • Die Position mithilfe von Satelliten berechnen
  • Über Mobilfunk oder Smartphone kommunizieren
  • Sensoren, Prozessor und Software betreiben

Je häufiger diese Prozesse stattfinden, desto höher ist der Energieverbrauch.

1. Aktualisierungsfrequenz

Wie oft der Tracker seine Position überprüft und Positionsdaten sendet, ist einer der wichtigsten Faktoren für die Batterielaufzeit.

In der Praxis kann der Nutzer dies selbst beeinflussen:

  • Häufige Updates sorgen für eine detailliertere Ortung
  • Seltenere Updates reduzieren den Energieverbrauch

Je seltener das GPS-Modul aktiviert wird und Daten sendet, desto weniger Strom wird verbraucht. Deshalb können Nutzer die Aktualisierungsfrequenz meist an ihre Bedürfnisse anpassen – entweder mit Fokus auf Detailgenauigkeit oder auf eine längere Batterielaufzeit.

2. Art der Verbindung

Die Art der Verbindung zur Außenwelt hat einen großen Einfluss auf den Energieverbrauch.

  • Bluetooth: sehr energieeffizient auf kurze Distanz
  • Mobilfunk-IoT (NB-IoT / LTE-M): höherer Energieverbrauch, aber notwendig für die Ortung über größere Entfernungen

Lildog nutzt Bluetooth, wenn sich Hund und Tracker innerhalb der Reichweite des Smartphones des Besitzers befinden. Auf offenem Gelände kann die Bluetooth-Reichweite bis zu etwa 100 Meter betragen, was eine schnelle und stromsparende Kommunikation im Alltag ermöglicht.

Ist Bluetooth verfügbar, wird diese Verbindung anstelle des Mobilfunknetzes genutzt, was den Batterieverbrauch deutlich reduziert.

3. Netzabdeckung und Signalstärke

Die Mobilfunkabdeckung beeinflusst die Batterielaufzeit direkt. Bei schwachem Signal:

  • Muss der Tracker mehr Energie aufwenden, um eine Verbindung herzustellen
  • Können Datenübertragungen wiederholt werden müssen
  • Bleibt das Funksystem länger aktiv

Das bedeutet, dass derselbe Tracker in Gebieten mit schlechter Abdeckung eine kürzere Batterielaufzeit haben kann als in Regionen mit stabilem Mobilfunknetz.

4. Bewegung und Aktivitätsniveau

Aktivität beeinflusst den Energieverbrauch auf mehrere Arten:

  • Bewegung kann häufigere Positionsupdates auslösen
  • Sensoren und Prozessor sind öfter aktiv
  • Live-Ortung wird meist genutzt, wenn sich das Tier bewegt

Ein sehr aktives Tier verbraucht daher in der Regel mehr Energie als ein Tier mit einem ruhigeren Tagesablauf.

5. Energiesparmodus und Ruhephasen

Moderne GPS-Tracker können den Energieverbrauch reduzieren, wenn sich das Tier in Ruhe befindet.

In der Lildog-App kann ein Energiesparmodus aktiviert werden, durch den der Tracker in einen Ruhezustand wechselt, wenn sich der Hund über einen bestimmten Zeitraum nicht bewegt hat.

Sobald neue Bewegung erkannt wird, aktiviert sich das Gerät automatisch wieder. Diese intelligente Ruhefunktion kann in Phasen geringer Aktivität zu einer deutlich längeren Batterielaufzeit führen.

6. Temperatur und Umgebung

Batterien werden von der Temperatur beeinflusst – insbesondere von Kälte.

Bei niedrigen Temperaturen:

  • Verringert sich die verfügbare Batteriekapazität
  • Erhöht sich der interne Widerstand der Batterie
  • Kann die Spannung schneller abfallen

Dies ist normale Batteriekemie und kein Anzeichen für einen Defekt des Geräts.

7. Hardware und Software

Effiziente Hardware und optimierte Software spielen eine entscheidende Rolle für die Batterielaufzeit.

  • Energieeffiziente IoT-Komponenten reduzieren den Verbrauch
  • Ruhe- und Energiesparmodi minimieren unnötige Aktivität
  • Software-Updates können die Effizienz im Laufe der Zeit verbessern

Die Batterielaufzeit ist daher das Ergebnis des gesamten Systems – nicht nur der Batteriekapazität.

Häufige Missverständnisse zur Batterielaufzeit

  • „Lange Batterielaufzeit bedeutet immer ein besserer Tracker“
  • „GPS-Tracker sollten genauso lange halten wie Bluetooth-Tracker“
  • „Die Batterielaufzeit ist unabhängig von der Nutzung“

In der Praxis muss die Batterielaufzeit immer im Zusammenhang mit Funktionalität und tatsächlicher Nutzung betrachtet werden.

Zusammenfassung

Die Batterielaufzeit von GPS-Trackern für Haustiere wird von der Aktualisierungsfrequenz, der Art der Verbindung, der Netzabdeckung, dem Aktivitätsniveau, der Temperatur und dem Systemdesign beeinflusst.

Durch die Kombination aus Bluetooth auf kurze Distanz, Mobilfunk-IoT bei Bedarf, anpassbarer Aktualisierungsfrequenz und Energiesparmodus können Nutzer selbst das Verhältnis zwischen Batterielaufzeit und Ortungsgenauigkeit an ihre Bedürfnisse anpassen.

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