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Dein Hund trägt einen kleinen Tracker am Halsband. Du öffnest die App und ein Punkt zeigt dir, wo er ist. Das klingt einfach – bis du dich fragst, warum sich der Punkt nicht bewegt, warum er neben dem Weg liegt oder ob die Ortung noch funktioniert, wenn dein Hund weit von deinem Smartphone entfernt ist.

Ein GPS-Tracker für Hunde muss mehr leisten, als nur einen Standort zu berechnen. Er muss die Informationen auch weiterleiten, damit du sie in der App sehen kannst. Hier erklären wir, wie die einzelnen Bestandteile funktionieren, was die Ortung beeinflussen kann und worauf du bei der Auswahl eines GPS-Trackers achten solltest.

Kurz erklärt: So funktioniert GPS-Ortung

  1. Der Tracker berechnet seinen Standort mithilfe von Satellitensignalen.
  2. Der Standort wird übertragen, zum Beispiel über das Mobilfunknetz.
  3. Die App zeigt die Informationen auf einer Karte an. Der Zeitstempel verrät, wie aktuell der Standort ist.

Achte deshalb immer sowohl auf die Kartenmarkierung als auch auf den Zeitpunkt der letzten Aktualisierung. Der Standort zeigt, wo der Tracker war, als die Information erfasst wurde – nicht unbedingt, wo dein Hund gerade ist.

Wie ermittelt ein GPS-Tracker den Standort deines Hundes?

Der GPS-Empfänger im Tracker empfängt Signale von Satelliten und berechnet daraus seinen Standort. Er sendet keine Anfrage an die Satelliten, sondern empfängt ihre Signale und ermittelt daraus seine Position.

Damit du den Standort auf deinem Smartphone sehen kannst, muss der Tracker die Information auch an die App übertragen. Viele GPS-Tracker für Hunde nutzen dafür das Mobilfunknetz. Manche verwenden zusätzlich Bluetooth, wenn sich Hund und Smartphone in der Nähe befinden.

Lildog kombiniert GPS mit Bluetooth und Mobilfunktechnologien wie NB-IoT und LTE-M. Mehr dazu erfährst du in unserem Artikel über NB-IoT und LTE-M bei der GPS-Ortung.

GPS-Signal und Mobilfunkempfang sind nicht dasselbe

GPS und Mobilfunk haben unterschiedliche Aufgaben. GPS hilft dabei, den Standort zu berechnen. Das Mobilfunknetz kann diesen Standort vom Tracker an die App übertragen. Ein gutes GPS-Signal bedeutet also nicht automatisch, dass neue Standorte sofort auf deinem Smartphone angezeigt werden.

Wenn der Tracker keine Mobilfunkverbindung hat, kann er möglicherweise trotzdem einen GPS-Standort berechnen, ihn aber nicht sofort weiterleiten. Sobald wieder eine Verbindung besteht, kann die App neue Informationen erhalten. Empfang und Aktualisierungen können je nach Gebiet, Gelände, Netzwerk und Tracker variieren.

Auch dein Smartphone und der Tracker können unterschiedlichen Empfang haben. Sie nutzen möglicherweise andere Netzwerke und Antennen. Empfang auf deinem Smartphone garantiert deshalb nicht, dass der Tracker am selben Ort ebenfalls eine Verbindung hat.

Warum kann die GPS-Markierung auf der Karte abweichen?

GPS-Standorte haben eine gewisse Ungenauigkeit. Gebäude, dichte Vegetation und andere Hindernisse können Satellitensignale abschwächen oder reflektieren. Dadurch kann die Markierung ein Stück von dem Ort entfernt liegen, an dem sich dein Hund tatsächlich befindet.

Wenn du einen Hund in Bewegung verfolgst, solltest du mehrere Aktualisierungen gemeinsam betrachten. Eine Linie zwischen Kartenpunkten zeigt nicht unbedingt jeden Schritt oder jede Richtungsänderung. Sie kann lediglich die vom Tracker erfassten Standorte verbinden.

Wenn sich die Markierung nicht bewegt, überprüfe den Zeitstempel. Dein Hund ruht vielleicht – es kann aber auch sein, dass die App noch keinen neueren Standort erhalten hat.

Was bedeutet Ortung in Echtzeit?

Ortung in Echtzeit bedeutet in der Regel, dass der Tracker häufiger Standorte sendet als im Energiesparmodus. Das heißt nicht, dass du jeden Schritt ohne Verzögerung siehst. Der Tracker muss den Standort berechnen, die Daten senden und an die App übermitteln.

Häufige Aktualisierungen können hilfreich sein, wenn du die Bewegungen deines Hundes genauer verfolgen möchtest. Sie verbrauchen jedoch normalerweise mehr Akku. Bei Lildog kannst du das Aktualisierungsintervall anpassen und den Energiesparmodus verwenden. Mehr über Akku und Einstellungen des Lildog-Geräts erfährst du in unserem Hilfebereich.

Worauf solltest du bei einem GPS-Tracker für Hunde achten?

Welcher Hunde-GPS-Tracker zu deinem Hund passt, hängt davon ab, wie du ihn verwenden möchtest. Diese Punkte solltest du vor dem Kauf prüfen:

  • Ortung und Verbindung: Informiere dich, wie der Tracker seinen Standort an die App sendet und welche Einschränkungen beim Empfang gelten.
  • Akku: Prüfe, wie sich Aktualisierungsintervall und Energiespareinstellungen darauf auswirken, wie oft du das Gerät laden musst.
  • Größe und Befestigung: Der Tracker sollte sicher am Halsband oder Geschirr sitzen, ohne deinen Hund zu behindern.
  • Wasserfestigkeit: Achte darauf, dass das Gerät für die Bedingungen geeignet ist, denen dein Hund beim Spazierengehen begegnet. Befolge außerdem die Hinweise des Herstellers.
  • Abonnement und Gesamtkosten: Prüfe, was das Abonnement umfasst und welche Kosten langfristig entstehen.
  • App und Funktionen: Überlege, ob du einen Standortverlauf, Aktivitätsmessung, Benachrichtigungen oder weitere Funktionen benötigst.

Ein GPS-Tracker mit Mobilfunkverbindung funktioniert anders als ein funkbasiertes Ortungssystem für Hunde mit eigenem Empfänger. Auch Bluetooth-Tracker arbeiten anders. Ein AirTag hat zum Beispiel kein GPS und ist darauf angewiesen, dass Apple-Geräte in der Nähe ihn erkennen. Lies mehr über den Unterschied zwischen GPS und AirTag für Haustiere.

Muss dein Smartphone in der Nähe deines Hundes sein?

Nein, nicht unbedingt. Ein GPS-Tracker mit Mobilfunkverbindung kann den Standort über das Mobilfunknetz senden, auch wenn dein Smartphone weit entfernt ist. Voraussetzung ist, dass der Tracker die nötige Verbindung hat und der Dienst in diesem Gebiet funktioniert.

Bluetooth hat eine geringere Reichweite und wird verwendet, wenn sich die Geräte nahe beieinander befinden. Bluetooth allein bietet nicht dieselbe Kommunikation über große Entfernungen wie ein Tracker, der Standortdaten über das Mobilfunknetz sendet.

Wann kann ein GPS-Tracker hilfreich sein?

Ein GPS-Tracker kann auf Spaziergängen, an unbekannten Orten oder bei Hunden, die gerne Wild hinterherjagen oder leicht erschrecken, zusätzliche Orientierung geben. Der Standortverlauf kann dir außerdem zeigen, wo dein Hund unterwegs war.

Ein Tracker verhindert nicht, dass dein Hund wegläuft. Außerdem kann der Standort verzögert oder ungenauer sein. GPS ersetzt deshalb weder Leine noch Rückruftraining, Aufsicht oder Kennzeichnung. Falls dein Hund entläuft, findest du in unserem Ratgeber Tipps für den Ernstfall.

GPS für Hunde von Lildog

Lildog 2 wird am Halsband oder Geschirr deines Hundes befestigt und mit der Lildog-App verbunden. Das Gerät zeigt den Standort und den Standortverlauf an und bietet außerdem Funktionen für Aktivität, Licht und Ton. Laut Produktinformationen wiegt der Tracker 28 Gramm, hat die Schutzklasse IP67 und eine Akkulaufzeit von 3–5 Tagen, abhängig von der Nutzung.

Wie oft der Tracker seinen Standort aktualisiert, beeinflusst den Akkuverbrauch. In der App kannst du unter anderem das Aktualisierungsintervall und den Energiesparmodus einstellen. Aktuelle Angaben zu Funktionen und Abonnements findest du auf der Produktseite von Lildog 2.

Vier Dinge, die du vor dem ersten Spaziergang prüfen solltest

  1. Schließe die Einrichtung ab: Prüfe, ob der Tracker mit dem richtigen Profil in der App verbunden ist.
  2. Kontrolliere Ladung und Befestigung: Befolge die Hinweise des Herstellers zum Laden und Anbringen des Trackers.
  3. Teste den Standort: Prüfe draußen, ob ein aktueller Standort angezeigt wird, und vergleiche die Karte mit eurem tatsächlichen Aufenthaltsort.
  4. Lerne die App kennen: Sieh dir an, wo du die letzte Aktualisierung, den Akkustand und die Ortungseinstellungen findest.

Häufig gestellte Fragen zu GPS für Hunde

Funktioniert GPS für Hunde ohne Mobilfunkempfang?

Der Tracker kann möglicherweise auch ohne Mobilfunkempfang einen GPS-Standort berechnen. Wenn er den Mobilfunk nutzt, um den Standort zu übertragen, erhält die App jedoch möglicherweise keine neuen Aktualisierungen, solange keine Verbindung verfügbar ist. Ein funkbasiertes Ortungssystem funktioniert anders.

Wie genau ist ein GPS-Tracker für Hunde?

Die Genauigkeit hängt vom Gerät und den Umgebungsbedingungen ab. Hindernisse wie Gebäude und dichte Vegetation können den GPS-Empfang beeinflussen. Prüfe den Zeitstempel und betrachte mehrere Standorte zusammen, statt dich auf einen einzelnen Punkt zu verlassen.

Warum benötigen viele GPS-Tracker ein Abonnement?

Ein Abonnement deckt häufig die Mobilfunkverbindung und die Dienste ab, die Standortdaten an die App senden und dort anzeigen. Für den Empfang der GPS-Signale von Satelliten selbst zahlt man in der Regel nicht. Umfang und Bedingungen unterscheiden sich je nach Lösung.

Kann ich den Mikrochip meines Hundes auf einer Karte orten?

Nein. Ein herkömmlicher Mikrochip dient dazu, deinen Hund zu identifizieren, wenn er aus kurzer Entfernung ausgelesen wird. Er sendet keine Standorte an eine App.

Kann ein GPS-Tracker Leine oder Rückruftraining ersetzen?

Nein. GPS ist eine zusätzliche Hilfe, um deinen Hund wiederzufinden. Es ersetzt weder Leine noch Training, Aufsicht oder Kennzeichnung.

Zusammenfassung

Ein GPS-Tracker berechnet den Standort deines Hundes und sendet die Informationen an eine App. Wie aktuell und genau der Standort ist, hängt unter anderem von den Signalbedingungen, der Mobilfunkverbindung und den Einstellungen ab. Achte bei der Auswahl eines GPS-Trackers für deinen Hund auch auf Akku, Größe, Befestigung, Wasserfestigkeit und Abonnement. Teste den Tracker bei einem normalen Spaziergang, damit du weißt, wie er funktioniert, bevor du ihn brauchst.

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